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72h ohne Kompromiss
72 Stunden ohne Kompromiss ein großer Erfolg

Dokumentation 72h 2008

Heute (Samstag) um 17 Uhr ist die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ zu Ende gegangen. Drei Tage ununterbrochen haben 280 Jugendliche südtirolweit in 35 Sozialprojekten geschuftet. Am Mittwoch, genau vor 72 Stunden, haben sie in den verschiedenen Einrichtungen Aufträge bekommen, die sie bis heute 17 Uhr durchführen sollten. Alle Projekte wurden erfolgreich zu Ende gebracht. Es galt, in Altenheimen Feste und Märkte zu organisieren, Umzugsarbeiten durchzuführen, in sozialen Einrichtungen Räume auszumalen, Sinneswege zu gestalten, mit Obdachlosen in Kontakt zu kommen, auf Bergbauernhöfen mitzuarbeiten und vieles mehr. Die Trägerorganisationen youngCaritas, Südtiroler Jugendring, Südtirols Katholische Jugend und Agesci (italienische Pfadfinder) zeigen sich erfreut über die durchwegs erfolgreichen Ergebnisse. Südtirol 1 hat die Jugendlichen mit kontinuierlicher Radioberichterstattung erfolgreich unterstützt.

„Es waren aufregende Tage für die 280 Jugendlichen, die über 14 Jahre alt sind und in 35 sehr unterschiedlichen Projekten in ganz Südtirol mitgearbeitet haben“, erklären Heiner Schweigkofler (Caritas), Kathia Nocker (Südtiroler Jugendring), Stefan Rainer (Südtirols Katholische Jugend) und Don Mario Gretter (Agesci). 

Unter anderem trafen da junge Leute aus der Stadt auf die schwierige Realität von Bergbauern. Da setzten sich Jugendliche mit BewohnerInnen in Altenheimen zusammen und organisierten für sie und mit ihnen Theateraufführungen, Gottesdienste und Herbstfeste. Da bemalten Mädchen und Jungen Hauswände und gaben Räumen einen neuen Anstrich. Da kümmerten sich junge Leute um Jugendthemen und machten Öffentlichkeitsarbeit. Es wurde gemeinsam Apfelsaft gepresst und miteinander gefeiert. Eine Gruppe von Jugendlichen betreute die eigens eingerichtete Telefonhotline, die den Jugendlichen in den verschiedenen Projekten mit Rat und Tat zur Seite stand und die Webseite aktualisierte. Die jungen Leute freuten sich, wenn ein Aufruf auf „Südtirol 1“ wieder ein positives Ergebnis brachte. Der Radiosender hat sein Programm ganz den Anforderungen von „72 Stunden ohne Kompromiss“ angepasst und veröffentlichte stündlich Aufrufe und Erfolgsmeldungen. 

Auch die Eltern der Jugendlichen versuchten von daheim aus mitzuhelfen, wo es ging. Sie nutzten Kontakte, brachten Hilfsmaterialien, backten Kuchen und Krapfen. Handwerker und erwachsene Freiwillige stellten Material, Kompetenz und Arbeitskraft zur Verfügung, um den Jugendlichen zu einem guten Ergebnis zu verhelfen. Auch einige Bürgermeister brachten sich tatkräftig ein.

„Südtirol war in den vergangenen drei Tagen im Ausnahmezustand“, erklären die Verantwortlichen der Trägerorganisationen. „Das Engagement der Jugendlichen hat sich im Schneeballsystem auf das ganze Land ausgebreitet. Alle haben ihr Bestes gegeben, um die vorgegebene Aufgabenstellung zu erreichen.“ 

Die Jugendlichen waren in diesen drei Tagen in 35 verschiedenen Projekten im ganzen Land unterwegs und haben dabei 20.160 Arbeitsstunden verrichtet. Das sind umgerechnet 840 Tage oder 2,3 Jahre. „Die Südtiroler Jugend hat in diesen drei Tagen bewiesen, dass sie handwerklich geschickt ist und Organisationstalent hat. Südtirols Jugendliche sind aber vor allem motiviert, interessiert und sozial engagiert“, freuen sich die Organisatoren.

Jetzt, nachdem „72 h ohne Kompromiss“ zu Ende ist, erwartet die 280 Jugendlichen zunächst eine Abschlussmesse mit den Diözesanjugendseelsorgern Josef Torggler und Mario Gretter im Bozner Kolpinghaus. Im Anschluss daran wird der Abschluss der Aktion „72 h ohne Kompromiss“ gefeiert. Dabei zeigen Ronnie Mittermaier und Hansjörg Condin einen Film, den sie während der „kompromisslosen 72 Stunden“ an vielen Einsatzorten der Jugendlichen gedreht haben. Die Organisation und Planung der Abschlussfeier hat eine 72-h-Jugendgruppe übernommen. Für das Fest haben verschiedene Bäckereien, Metzgereien und Händler kostenlos Lebensmittel zur Verfügung gestellt. Einem Radio-Aufruf folgend, in dem die Jugendlichen nach Unterhaltern oder Musikanten gesucht haben, hat sich Sepp Mesner-Windschnur gemeldet. Er wird bei der heutigen Schlussveranstaltung ebenfalls auftreten.

 
 
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